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Biologische und psychologische Perspektiven bei Angststörungen

  • W. T. Roth
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Zusammenfassung

Die Aufrechterhaltung der cartesianischen Leib-Seele-Dualität erscheint in der modernen Welt anachronistisch. Heute glaubt niemand mehr daran, daß Seelenwanderungen oder das scheinbare Besessensein von einer fremden Persönlichkeit als gültige Beweise für die Unabhängigkeit des Geistes (oder der Seele) vom Körper angesehen werden können. Heutzutage sucht und findet eine materialistisch orientierte Hirnforschung die den geistigen Phänomenen zugrundliegenden Mechanismen. Psychoanalyse und kognitive Klinische Psychologie untersuchen psychische Prozesse, gehen jedoch davon aus, daβ diese eine körperliche Grundlage haben. Der Behaviorismus streitet nicht ab, daß sein Untersuchungsgegenstand auf der Manifestation neuronaler Prozesse beruht, versucht jedoch im Interesse der Praktikabilität, Gesetzmäßigkeiten auf den Ebenen zu finden, die zwischen den mentalen und biologischen Polen liegen, und damit vor einer allzu mentalen als auch einer allzu biologischen Sichtweise zurückschreckend). Nur im religiösen Bereich ist die Unterscheidung zwischen persönlichem Bewußtsein und Körper weiterhin populär, da der Trost der Unsterblichkeit im Angesicht körperlichen Zerfalls und körperlicher Auflösung für viele Gläubige schließlich eine vollständige Trennung von Geist und Körper beinhaltet.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • W. T. Roth

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