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Sandstein

  • Rosemarie Klemm
  • Dietrich D. Klemm
Chapter
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Zusammenfassung

Die Bestimmung der in altägyptischen Bau- und Kunstdenkmälern verwendeten Sandsteine bereitet im allgemeinen keine große Schwierigkeit, denn man erkennt bereits mit dem bloßen Auge leicht dessen fein- bis mittelsandigen Charakter, der sich auch aus der Definition, wie z. B. von Füchtbauer (1988), ergibt: „Als Sandstein werden Sedimente bezeichnet, welche vorwiegend aus 0,063–2,0 mm großen Quarz- oder Silikatkörnern bestehen“. Betrachtet man sich die Siebhistogramme der Abb. 324–327 so erkennt man, daß die wichtigsten Sandsteinvorkommen dieser Definition streng folgen und es sich tatsächlich bei den ägyptischen Sandsteinen um Sandfraktionen mit einem Maximum an der oberen Feinsand- zur Mittelsandfraktion handelt. Freilich erkennt man auch aus diesen Abbildungen, daß der Sortierungsgrad der ägyptischen Sandsteine durchaus unterschiedlich sein kann, obwohl eine verhältnismäßig gute Sortierung, d. h. eine Begrenzung auf einen engen Korngrößendurchmesser generell zu beobachten ist (s. Tab. 7, S. 370). Insbesondere beim Vergleich der Siebkurven der Sandsteine vom Gebel el-Silsila, der das wichtigste altägyptische Abbaugebiet für Sandstein darstellt, zeigt sich, daß diese ein eher gleichmäßiges Bild abgeben und eine Differenzierung der Sandsteinqualitäten nach den in der Karte (Abb. 275) ausgehaltenen Steinbrucharealen nach der Siebfraktion praktisch nicht möglich ist. Wie weiter unten bei den mikroskopischen Beschreibungen der wichtigsten Sandsteine aus den altägyptischen Abbaugebieten aufzuzeigen sein wird, handelt es sich bei den pharaonisch verwendeten Sandsteinen in aller Regel um sehr „ausgereifte Sandsteine“, d. h. der Anteil an Quarz ist eindeutig dominant und Mineralien wie Feldspäte, Glimmer und eine Anzahl von Schwermineralien treten neben der Quarzkomponente eindeutig zurück.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Rosemarie Klemm
    • 1
  • Dietrich D. Klemm
    • 2
  1. 1.Institut für ÄgyptologieLudwig-Maximilians-UniversitätMünchen 2Deutschland
  2. 2.Institut für Allgemeine und Angewandte GeologieLudwig-Maximilians-UniversitätMünchen 2Deutschland

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