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Gesteinsbestimmungen

  • Rosemarie Klemm
  • Dietrich D. Klemm
Chapter
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Zusammenfassung

In vielen ägyptologischen Museen bestehen über 70% der ausgestellten Exponate aus Naturstein und auch bei der Feldarbeit haben Natursteinobjekte meist einen erheblichen Anteil am archäologischen Inventar. Hier wie dort sollte der Ägyptologe in der Lage sein, wenigstens eine erste zutreffende Gesteinszuordnung vorzunehmen. Selbstverständlich benötigt eine exakte Gesteinsbestimmung in aller Regel die Mitarbeit eines petrographischen Fachmannes, der dann, je nach der gewünschten Genauigkeit in der Gesteinsbestimmung, eine etwa fingernagelgroße Probe für einen Gesteinsdünnschliff oder für die Bestimmung der chemischen Zusammensetzung gar eine etwas größere Gesteinsprobe benötigt. Nur mit verhältnismäßig großem (auch finanziellem) Aufwand lassen sich Untersuchungen auch mit geringeren Probenmengen durchführen. Das hat allerdings dort seine Grenzen, wo die das Gestein aufbauenden Bestandteile sehr grobkörnig sind, wie z. B. bei vielen Variationen des rosafarbenen Granits von Aswan, bei denen eine mindestens 1 kg große Gesteinsprobe benötigt wird, um eine halbwegs genaue chemische Analyse zu gestatten. Mit dieser Information ist man dann in der Lage, die Herkunft einer solchen Gesteinsprobe aus dem pharaonischen Granitsteinbruchgebiet von Aswan mit einer Genauigkeit von etwa ±100 m zu lokalisieren. Jedoch sind derart hohe Anforderungen an die lokale Herkunftszuordnung eher selten und werden wohl nur auf Spezialfragestellungen beschränkt bleiben. Für die erste petrographische Zuordnung einer archäologischen Probe im Gelände oder bei Materialvergleichen im Museum bzw. im Handel sollte der Ägyptologe bereits mit wenigen Hilfsmitteln und einiger Übung schon verhältnismäßig gute Ergebnisse erzielen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Rosemarie Klemm
    • 1
  • Dietrich D. Klemm
    • 2
  1. 1.Institut für ÄgyptologieLudwig-Maximilians-UniversitätMünchen 2Deutschland
  2. 2.Institut für Allgemeine und Angewandte GeologieLudwig-Maximilians-UniversitätMünchen 2Deutschland

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