Demenz pp 210-214 | Cite as

Stellenwert des CGI in der Beurteilung der klinischen Wirksamkeit von Nootropika

  • E. Lehmann
Conference paper

Zusammenfassung

Aufgrund des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelrechtes wurde vom Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit vor mehr als 10 Jahren eine Kommission „Alterskrankheiten und Schwächezustände“ einberufen. Diese stellte sich die Aufgabe, alle Prüfverfahren zum Nachweis therapeutischer Wirkungen in diesem Bereich zu sichten und zu bewerten. Ich wurde damit beauftragt, klinische und psychologische Skalen zu untersuchen, die zur Erfassung „gewünschter und unerwünschter Arzneiwirkungen bei Hirnleistungsstörungen dienen, die bevorzugt im fortgeschrittenen Lebensalter vorkommen“. Die Formulierung des Auftrags erscheint mir in seiner nosologischen Offenheit bemerkenswert, drückt sie doch aus, daß gültige Vorstellungen über die Ursachen von Hirnleistungsstörungen und deren Artung fehlten. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Es gibt einige, unterschiedlich akzeptierte Konventionen, aber keine gültigen Vorstellungen über verschiedene Klassen von Störungen und die Wirkungsweise von Substanzen zur Verbesserung von Hirnleistungsstörungen, die bevorzugt im höheren Lebensalter auftreten. Ebensowenig gibt es gültige Aussagen über die Ursachen der Hirnleistungsstörungen. Solange das der Fall ist, muß theoriegeleitetes Vorgehen ergänzt oder abgesichert werden durch ein Vorgehen, das sich an den praktischen therapeutischen Ergebnissen orientiert.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • E. Lehmann

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