Veränderungen im Bereich der Schwerhörigenschulen

  • W. H. Claußen
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Zusammenfassung

Schon immer wird es schwerhörige und ertaubte Menschen gegeben haben, und fast ebenso lange lehnten sich die Menschen gegen Hörschädigungen und ihre Folgen auf. Dabei spielten bis in die Gegenwart hinein Ärzte eine wichtige Rolle, und zwar nicht nur im medizinischen, sondern auch im pädagogischen Bereich. So ist überliefert, daß der römische Arzt Archigenes schon um 117 das Hörrohr für Hörübungen einsetzte. In einem ähnlichen Sinne empfahl Alexander von Tralles gegen 550, das schlafende Gehör durch lautes Schreien zu wecken. Beide unternahmen also den Versuch, das eingeschränkte Hören durch Übungen wieder zu verbessern, was noch heute als Hörerziehung bzw. Hörtraining ein wichtiger Bereich der Schwerhörigenpädagogik ist — wenn auch in veränderter Form.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • W. H. Claußen

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