Sonographie bei Außenbandrupturen am oberen Sprunggelenk

  • R. Ernst
  • M. Kemen
  • R. Gritzan
  • A. Weber

Zusammenfassung

Das Supinationstrauma des oberen Sprunggelenks ist in der täglichen Praxis eine häufig auftretende Verletzung. Verletzungen des oberen Sprunggelenks finden sich bei 15–20% der Sportunfälle. Die Ballsportarten (Fußball, Handball, Volleyball, Basketball) weisen die höchste Verletzungsrate auf [6, 14]. Bei anamnestisch adäquatem Trauma führt die klinische Untersuchung meist zur richtigen Diagnose. Auf Hämatombildung vor der Spitze des Außenknöchels, lokalen Druckschmerz und auf die Instabilität des oberen Sprunggelenks wird besonders geachtet. Durch Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen weren Knochenverletzungen ausgeschlossen. Zur Objektivierung und Dokumentation der Bandruptur haben sich „gehaltene Röntgenaufnahmen“ durchgesetzt. In einem Halteapparat werden bei standardisierter Belastung der Bänder Röntgenaufnahme im a. p.- und seitlichen Strahlengang angefertigt. In unserer Klinik verwenden wir routinemäßig den Halteapparat nach Scheuba [4]. Seit Anfang 1987 haben wir untersucht, ob auch mit Hilfe der Sonographie die Stabilität des Außenbandapparats des oberen Sprunggelenks exakt geprüft werden kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • R. Ernst
  • M. Kemen
  • R. Gritzan
  • A. Weber

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