Zytogenetische und morphologische Untersuchungen beim renalen Onkozytom (erläutert an zwei Fallbeispielen)

  • Werner de Riese
  • Ernst Allhoff
  • Udo Jonas
  • Julius Schuth

Zusammenfassung

Die Abgrenzung des Onkozytoms gegenüber dem Nierenzellkarzinom wurde lange Zeit hinsichtlich Onkogenese, histomorphologischer Abgrenzung sowie Verlauf und Prognose, einschließlich der Therapieverfahren kontrovers diskutiert [235]. Die Inzidenz des Onkozytoms innerhalb der Gruppe der Nierentumoren wird in der Literatur mit 1,5–2% angegeben [109] (vgl. dazu Tabelle 1, S. 3). Klein et al. [113] publizierten 1976 erstmalig einen systematischen Überblick über das renale Onkozytom. Man beschrieb das Onkozytom als Adenom des proximalen Tubulusanteiles mit spezifischen „Onkozytom-Merkmalen“: Es finden sich typische polygonale Tumorzellen, die in Nestern wachsen. Das eosinophile Zytoplasma weist auffällige hyaline Zytoplasmaeinschlüsse auf. Die Zellkerne enthalten Vesicula und prominente Nucleoli. Der Tumor wächst verdrängend, zeigt aber selten eine malignomtypische Invasivität. Gerade wegen der letzten Aussage wurde das renale Onkozytom als „benigner Tumor“ angesehen. Andere Autoren beschreiben aber auch beim Onkozytom neben einer lokalen Tumorinvasion mit Veneneinbruch eine Metastasierung in andere Organe als Zeichen der malignen Potenz [118, 131, 164].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Werner de Riese
    • 1
  • Ernst Allhoff
    • 1
  • Udo Jonas
    • 1
  • Julius Schuth
    • 2
  1. 1.Urologische KlinikMedizinische Hochschule HannoverHannover 61Deutschland
  2. 2.Essex-Pharma GmbHMünchen 2Deutschland

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