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Zusammenfassung

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Part of the Studies in Contemporary Economics book series (CONTEMPORARY)

Zusammenfassung

Das Abfallaufkommen in der Bundesrepublik Deutschland beträgt ohne landwirtschaftliche Abfälle circa 230 Millionen Tonnen pro Jahr. Hiervon werden circa 14% stofflich verwertet, circa 5% werden durch thermische Behandlung mit Reststoffdeponierung entsorgt, und mehr als 73% werden ohne Vorbehandlung direkt deponiert, obwohl gerade diese Art der End-of-the-Pipe-Entsorgung große Umweltprobleme bereitet und hohe Folgekosten verursacht. Hinzu kommt, daß die verfügbare Deponiekapazität immer knapper wird und viele Kommunen zur Vermeidung regionaler Entsorgungsengpässe bereits heute auf den Abfallexport in das benachbarte Ausland angewiesen sind. Aus ökonomischer Perspektive ist diese Entwicklung im wesentlichen auf verzerrte Preissignale im Entsorgungssektor zurückzuführen: Der Preis für die beiden Entsorgungsalternativen (a) direkte Deponierung und (b) thermische Behandlung mit Reststoffdeponierung sollte aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht nur die unmittelbaren betriebswirtschaftlichen Kosten der Entsorgung umfassen, sondern auch die Kosten der Verknappung von Deponiekapazität und die ökologischen Folgekosten der Abfallentsorgung. Demgegenüber wird die Abfallentsorgung in der Bundesrepublik Deutschland von den Gemeinden und Kreisen bzw. deren beauftragten Dritten als hoheitliche Leistung durchgeführt, und bei der Bemessung der Entsorgungsgebühren dürfen nach der Kommunalabgabenordnung nur die unmittelbaren betriebswirtschaftlichen Kosten der Entsorgung berücksichtigt werden. Damit sind die Entsorgungspreise in der Bundesrepublik Deutschland gemessen an den volkswirtschaftlichen Kosten der Abfallentsorgung zu niedrig.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  1. 1.Forschungsgruppe UmweltInstitut für WeltwirtschaftKiel 1Germany

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