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Güterabwägung in der klinischen Forschung

  • Martin Pfeiffer

Zusammenfassung

Klinische Forschung ist gekennzeichnet durch einen unmittelbaren und direkten Bezug zur Klinik. Dieses Wort bedeutet einmal eine „Anstalt zur Behandlung bettlägeriger Patienten und zum gleichzeitigen Unterricht am Krankenbett“. Zum anderen stellt es eine schon fast jargonmäßig zu nennende Bezeichnung für „die gesamte Symptomenkonstellation und den Verlauf einer Krankheit dar“ (Psychrembel). Welcher Sinn mit dem Wort Klinik auch jeweils ausgedrückt werden soll, er wird immer geradewegs auf den Patienten und seine Krankheit hinweisen. Und so ist in der Tat die klinische Forschung ganz und gar ziel- und zweckgebunden: Ihre Ergebnisse werden immer daran gemessen, welche Verbesserungen sie für die Behandlung und/oder Vermeidung von Krankheiten bringen. Insofern kann der in der klinischen Forschung Tätige nie die „grenzenlose (?) Freiheit der Wissenschaft“ für sich beanspruchen, wie dies mit anderen „reinen“ Wissenschaften Beschäftigte tun können. Der Gegenstand seines Bemühens ist nicht eine abstrakte Krankheit, sondern der kranke Mensch. Dieser läßt den klinischen Forscher sehr viel schneller und auch unmittelbarer an Grenzen stoßen. Das Identifizieren und dann auch das Respektieren dieser Grenzen kennzeichnet die dem klinischen Forscher ureigene Verantwortlichkeit.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Martin Pfeiffer
    • 1
  1. 1.PH ForschungszentrumBayer AGWuppertalDeutschland

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