Häufigkeit operativer Entbindungen mit und ohne Katheterperiduralanästhesie

  • C. Englmann
  • T. Hünlich
  • H. Egger
  • D. Wittek
Conference paper

Zusammenfassung

Am Kreiskrankenhaus Neumarkt wird die Katheterperiduralanästhesie seit 10 Jahren von den Anästhesisten zur Schmerzerleichterung unter der Geburt angeboten. Die Akzeptanz durch die Schwangeren ist groß: 54% der Geburten erfolgen in PDA:
  • Die PDA wird degressiv dosiert. Die Initialdosis beträgt 20 ml einer 0,125%igen Bupivacainlösung. Sobald die Kreißende nach gutem Primäreffekt über ein Nachlassen der Wirkung klagt, wird nachinjiziert — meist nach 90 bis 100 Minuten. Hierfür wird eine geringere Konzentration und Menge, nämlich 10 ml einer noch 0,1%igen Lösung verwendet. Sollte zur Naht der Episiotomie eine Nachinjektion nötig sein, werden 10 ml einer stärkeren 0,175%igen Bupivacainlösung injiziert. Eine ärztliche Indikationsstellung für die PDA erfolgt nicht, die Gebärenden entscheiden selbst, ob sie eine PDA haben möchten (Abb. 1). Auf diese Weise wurden bei den 4029 Geburten von 1985 bis 1989 folgende Resultate erzielt (Tabelle 1).

  • Von den Erstgebärenden hatten 68,1% eine PDA, von den Mehrgebärenden 43,9%. Die Verteilung der Geburten auf die einzelnen Entbindungsarten zeigt Tabelle 2.

  • Mit PDA gab es deutlich mehr operative Entbindungen als ohne PDA. Besonders eindrucksvoll wird dieser Unterschied, wenn man Erstgebärende und Mehrgebärende getrennt betrachtet (Tabelle 3 und 4).

Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York 1991

Authors and Affiliations

  • C. Englmann
    • 1
  • T. Hünlich
    • 1
  • H. Egger
    • 1
  • D. Wittek
    • 1
  1. 1.Gynäkologische und anästhesiologische Abteilung, Kreiskrankenhaus Neumarkt/OberpfalzLehrkrankenhaus der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-NürnbergDeutschland

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