Die vorzeitige Plazentalösung: Ein Krankheitsbild im Wandel

  • W. Kleine
  • U. Hambüchen
  • E. Giese
  • H. G. Hillemanns
Conference paper

Zusammenfassung

Die unvollständige oder vollständige Lösung der Plazenta von der Uteruswand vor der Geburt des Kindes kann sich nicht nur für das Kind intrauterin, sondern auch für die Mutter zu einem vital bedrohlichen Krankheitsbild entwickeln. Als mögliche Ursachen dieser Erkrankung, die über die Bildung eines retroplazen-taren Hämatoms zur Gerinnungsstörung der Mutter führen kann, gelten die Gestose und Veränderungen an den Arteriolen des Endometriums. Doch sind hier noch viele Fragen offen. Die Diagnostik stützte sich früher allein auf die klinische Symptomatik: den schmerzhaften Uterus, die Blutung und die Veränderung der kindlichen Herztöne. Darauf basierte die Einteilung dieses Krankheitsbildes in vier Schweregrade nach Page et al. 1954. Die Sonographie hat hier die diagnostischen Möglichkeiten entscheidend verbessert. Auch die Therapie hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt: einerseits konnte die Perinatologie die Prognose der Frühgeburten entscheidend verbessern, andererseits haben der Einsatz von Prostaglandinen und die gezielte Substitution von Gerinnungsfaktoren die möglichen mütterlichen Komplikationen reduziert. Um diese Vermutung zu überprüfen, wurden die an der UFK Freiburg in den Jahren 1968–1987 beobachteten Fälle einer vorzeitigen Plazentalösung retrospektiv analysiert und die zwei Dezennien einander gegenübergestellt.

Literatur

  1. Page EW, King EB, Merril JA (1954) Abruptio placentae. Dangers of delay in delivery. Obstet Gynecol 3:585Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York 1991

Authors and Affiliations

  • W. Kleine
    • 1
  • U. Hambüchen
    • 1
  • E. Giese
    • 1
  • H. G. Hillemanns
    • 1
  1. 1.Universitäts-Frauenklinik FreiburgDeutschland

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