Vergleichende Untersuchungen über die Kompressibilität der Haptiken intraokularer Kunstlinsen aus PMMA und Polypropylen

  • R. Effert
  • E. Imkamp
  • M. Danassis
  • Th. Heim
Conference paper

Zusammenfassung

Die Haptiken intraokularer Kunstlinsen müssen — in Abhängigkeit von der verwandten Technik — während des Implantationsvorganges um einen bestimmten Betrag gestaucht werden. Diese Vorspannung hat der Kapselsack aufzunehmen, und sie belastet ihn natürlich auch nach der Implantation.

Zur Beantwortung der Frage, ob diese Kräfte in Abhängigkeit vom Haptikmaterial unterschiedlich groß sind, wurden die Haptiken von je n = 10 C-Schlaufen-Linsen verschiedener Hersteller auf der Meßplatte einer Hochpräzisionswaage mit Hilfe einer speziellen Versuchsanordnung um exakt 2 mm komprimiert. Nach einer Kompressionszeit von genau 5 Minuten wurden die Meßwerte (in der Einheit Milli-Newton) abgelesen.

Die Differenzen sind erheblich: Die Kompressionskraft für Haptiken aus PMMA ist — bei gleicher Haptikgeometrie — regelhaft um mindestens 100% größer, als für Haptiken aus Polypropylen. In Einzelfällen wurden sogar Differenzen bis zu 500% gemessen. Der Kapselsack wird durch Haptiken aus PMMA offensichtlich wesentlich mehr belastet als durch solche aus Polypropylen.

Summary

The haptics of one-piece (full PMMA) and two-piece intraocular lenses (modified-C) were compressed on a high precision scale. After 5 minutes compression time, the force necessary to compress both haptics for 2 mm was read. The difference between the two types was 100% at least.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • R. Effert
    • 1
  • E. Imkamp
    • 1
  • M. Danassis
    • 1
  • Th. Heim
    • 1
  1. 1.Augenklinik der RWTH AachenAachenDeutschland

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