Innere Medizin pp 709-713 | Cite as

Innere Medizin der Schwangeren

  • R. Knitza
  • H. Hepp
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Während der Schwangerschaft ist die Stoffwechseleinstellung juveniler Diabetikerinnen besonders sorgfältig zu überwachen, um mütterliche Risiken, wie Ketoazido-se, EPH-Gestose und Infektion, zu mindern. Eine bereits präkonzeptionelle optimale Diabeteseinstellung senkt die kindliche Mißbildungsrate entscheidend.

Der Gestationsdiabetes ist eine auf die Dauer der Schwangerschaft begrenzte Kohlenhydratstoffwechsel-störung, die durch einen relativen Insulinmangel bedingt ist. Läßt sich durch Diät der Kohlenhydratstoffwechsel nicht gut einstellen, ist eine Insulinbehandlung notwendig. Orale Antidiabetika sind wegen des Risikos einer kindlichen Hypoglykämie kontraindiziert.

Asymptomatische Bakteriurien bedürfen frühzeitiger, konsequenter antibiotischer Behandlung, da die schwangerschaftsbedingte Ureterdilatation das Auftreten einer Pyelitis gravidarum begünstigt.

Die Gestose ist eine Erkrankung des 2. und 3.Trime-nons unklarer Ätiologie. Vor allem die Hypertonie bestimmt die mütterliche und kindliche Prognose. Als schwere Verlaufsform werden die Eklampsie, eine lebensbedrohliche mütterliche Erkrankung mit tonisch-klonischen Krämpfen, und das HELLP-Syndrom, das mit charakteristischen Laborveränderungen einhergeht, angesehen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • R. Knitza
  • H. Hepp

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