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Innere Medizin pp 567-580 | Cite as

HIV und AIDS

  • F.-D. Goebel
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Seit 1981 ist das Acquired Immunodeficiency Syndrome (AIDS) bekannt. Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, die durch Geschlechtsverkehr und durch Blut bzw. Blutprodukte übertragen werden kann. Als Ursache wurde der als Human Immunodeficiency Virus (HIV) bezeichnete Erreger identifiziert.

Nach einer akuten HIV-Krankheit in etwa 10–20% ist der Infizierte jahrelang, manchmal länger als 10 Jahre symptomlos. In dieser Zeit entwickelt sich ein zellulärer Immundefekt, der vor allem durch eine Abnahme der CD4-positiven T-Lymphozyten gekennzeichnet ist.

Erste klinische Symptome manifestieren sich an Haut, Schleimhäuten, Gastrointestinaltrakt und Nervensystem. Fast pathognomonisch ist das Kaposi-Sarkom. Als weiterer maligner Tumor findet sich das Non-Hodgkin-Lymphom. Mit zunehmender Abwehrschwäche treten opportunistische Infektionen auf, hervorgerufen durch endogene, reaktivierte Erreger oder durch Neuinfektion. 80–90% der AIDS-Kranken versterben an diesen opportunistischen Infektionen. Einige Sekundärinfektionen lassen sich erfolgreich behandeln, andere verlaufen therapeutisch unbeeinflußbar. Die Therapieansätze konzentrieren sich auf die Behandlung der Sekundärinfektionen und Tumoren. Die Therapie der HIV-Infektion steckt noch in den Anfängen. Die Erfolge des Azidothy-midins beweisen jedoch, daß eine antivirale Therapie zur Lebensverlängerung und zur Verzögerung der Progression der Krankheit führen kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • F.-D. Goebel

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