Innere Medizin pp 423-449 | Cite as

Stoffwechselkrankheiten

  • C. Keller
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Die meisten Stoffwechselkrankheiten beruhen auf hereditären Defekten von Proteinen, z.B. Enzymen, Transportproteinen oder Rezeptoren. Bei einigen, wie bei Fettsucht und Magersucht, ist die Ätiologie unklar. Unter der Vielzahl der Stoffwechselkrankheiten sind für den Erwachsenen Störungen im Stoffwechsel der Lipide, die Gicht, Veränderungen im Arzneimittelabbau und die Fettsucht von besonderer Bedeutung.

Einige Hyperlipoproteinämien, besonders die mit Vermehrung von LDL verbundenen, führen frühzeitig zu Gefäßschäden und zum Herzinfarkt vor dem 50. Lebensjahr. Die familiäre Hypercholesterinämie ist die wichtigste und häufigste Krankheit dieser Gruppe.

Die Gicht, in Zeiten der Not selten, ist heute die häufigste Monarthritis des Mannes. Oft kommt eine Nephro-lithiasis vor. Unter konsequenter Therapie können die Folgen des Stoffwechseldefektes beseitigt werden, und die Prognose der Krankheit wird deutlich gebessert.

Störungen im Arzneimittelstoffwechselwerden im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Arzneimittel immer häufiger gefunden. Sie sind eine wichtige Ursache individueller Unterschiede in der Wirkung der Arzneimitteltherapie.

Fettsucht, definiert als Erhöhung des Körpergewichtes durch zuviel Fett, belastet Skelettsystem, Herz und Kreislauf und oft auch die soziale Einordnung. Eine der Fettsucht zugrundeliegende Überernährung führt zur Manifestation von Stoffwechselkrankheiten (z.B. Gicht und Diabetes), der häufig erhöhte Konsum alkoholischer Getränke gefährdet Hirn, Leber und Pankreas.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Forth W, Henschler D, Rummel F (Hrsg) (1987) Pharmakologie und Toxikologie, 5. Auflage. BI Wissenschaftsverlag, MannheimGoogle Scholar
  2. Karlson P, Gerok W, Groß W. (1982) Pathobiochemie. Thieme, StuttgartGoogle Scholar
  3. Scriver CR, Beaudet AL, Sly WS, Valle D (1989) The metabolic basis of inherited disease, 6th edn. Me Graw Hill, New York1 Google Scholar
  4. Stanbury JB, Wyngaarden JB, Fredrickson DS, Goldstein JL, Brown MS (eds) (1983) The metabolic basis of inherited disease. 5th edn. McGraw Hill, New YorkGoogle Scholar
  5. Vogel F, Motulsky AG (1986) Human genetics. Springer, Berlin Heidelberg New York TokyoGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • C. Keller

There are no affiliations available

Personalised recommendations