Zusammenfassung

  • Ellen Gibbels

Zusammenfassung

Ausgehend von den bereits zuvor veröffentlichten Ergebnissen eigener Untersuchungen, wonach Hitler etwa seit 1941 an einer Parkinsonschen Krankheit gelitten hat, die eher einer idiopathischen als einer postenzephalitischen Form entsprach, wurde in der vorliegenden Studie versucht, einen Eindruck über verschiedene psychische Partialfunktionen Hitlers im zeitlichen Zusammenhang mit dem Nervenleiden zu gewinnen. Eine Analyse seiner psychopathischen Persönlichkeitsstruktur wurde ausdrücklich nicht angestrebt. Grundlage dieser Untersuchungen waren umfangreiche schriftliche Zeugnisse vorwiegend aus archivierten ärztlichen Unterlagen und der Memoirenliteratur, publizierte nichtöffentliche mündliche Ausführungen Hitlers während der letzten Lebensjahre sowie die Ergebnisse der Befragung von drei Zeitzeugen aus seiner nächsten Umgebung. Die jeweiligen Zeugnisse über die prämorbide Lebensphase wurden mit denen über die letzten Lebensjahre verglichen. Sichere Hinweise auf eine pathologische Minderung der intellektuellen und mnestischen Funktionen oder auf Störungen des Antriebs waren dabei nicht zu gewinnen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • Ellen Gibbels
    • 1
  1. 1.Klinik und Poliklinik für Neurologie und Psychiatrie der Universität zu KölnKöln 41Germany

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