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G. Autogenes Training

  • Elisabeth Böhmer-Lammert
Conference paper
Part of the Brücken von der Allgemeinmedizin zur Psychosomatik book series (BRÜCKEN)

Zusammenfassung

Die meisten von uns kannten autogenes Training kaum oder noch gar nicht. Das klingt jetzt ganz harmlos. Von dieser Gruppe wird man ja allenfalls dokumentieren können, daß sie stattgefunden hat. Aber es war alles andere als harmlos. Ich würde sogar sagen, wir haben über das Philosophische und das autogene Training gesprochen. Dann haben wir geübt, wie es die meisten wahrscheinlich kennen: Wärme, Entspannung usw. Allerdings machten wir die Erfahrung, daß es schwer ist, dies innerhalb so kurzer Zeit zu erlernen. Wir erlebten, daß sich der Erfolg einer Bemühung nicht unbedingt absichtlich einstellt, vielmehr unabsichtlich. Das kann einen tiefen Sinn haben. Ob es klappt oder nicht, ist egal — diese Vorgabe von Herrn Wiesemann hatten wir zunächst ungläubig aufgenommen. Wir erfuhren aber im Laufe unserer Sitzung, daß das Entscheidende das Tun ist. Wenn man sich konzentriert, wird sich schon irgendetwas einstellen. Das hat mich an die Vorträge denken lassen, und zwar, daß aus autogenem Training letztlich eine Art Lebenshaltung werden könnte, eben die der Gelassenheit. Daß die Gelassenheit einerseits Voraussetzung zu einem solchen Tun war, andererseits aber auch wiederum sein Ergebnis ist, gehört wohl zu den erwähnten Paradoxien.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • Elisabeth Böhmer-Lammert

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