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Training und Sport als Prävention

  • Kurt Biener

Zusammenfassung

In einem Grundsatzreferat haben Nowacki und Alefeld die Bedeutung des Sportes für die Gesundheit hervorgehoben. Den sogenannten Wohlstands- und Bewegungsmangelkrankheiten hat die kurative Medizin kein qualitativ und schon gar nicht quantitativ überzeugendes Rezept entgegenzusetzen. Für die Sportmedizin als einem wesentlichen Bestandteil der präventiven Medizin erwachsen daraus Chance und Herausforderung zugleich. Die Sportmedizin soll sich zum Ziel setzen, so elementare Qualitäten des menschlichen Lebens wie Gesundheitsstabilität, vielseitige Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit, Erholung und Wohlbefinden zu entwickeln bzw. zu erhalten. Dabei darf die körperliche Leistungsfähigkeit nicht isoliert von der geistigen Leistungsfähigkeit bewertet werden. Nach Untersuchungen in mehreren Ländern liegt die Arbeitsunfähigkeit bei Sporttreibenden infolge Krankheit um mehr als 50% unter dem Bevölkerungsdurchschnitt. Ein Training mit bestimmter Qualität und Quantität hat präventive Wirkungen gegen Haltungsfehler der WS, sympathikotone Regulationsstörungen, hypertone Regulationsstörungen, Arteriosklerose, Koronarinsuffizienz, Herzinfarkt, periphere Durchblutungsstörungen, Mast-Adipositas, Diabetes mellitus und geriatrische Erkrankungen. Weiterhin fördert ein Ausdauertraining die O2-Versorgung des Myokards durch bradykarde Funktion mit Verlängerung der Systole, Verlängerung der Diastole, Abnahme der Druckarbeit, Ökonomisierung der Herzarbeit mit Steigerung des Wirkungsgrades, Abnahme des kardialen O2-Verbrauches und Zunahme der O2-Koronarreserve.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • Kurt Biener
    • 1
  1. 1.Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität ZürichZürichSwitzerland

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