Kriminalität pp 231-252 | Cite as

Einige Aspekte der neueren kriminologischen Gewaltforschung in Nordamerika

  • Hans Joachim Schneider

Zusammenfassung

In den 60er Jahren wurde die Gesellschaft der USA durch Proteste gegen den Vietnamkrieg, durch Rassen- und Studentenunruhen und durch die Attentate auf Präsident John F. Kennedy, auf den Bürgerrechtler Martin Luther King und auf Senator Robert F. Kennedy erschüttert1). Die Gewaltkriminalität stieg an. Dieser Entwicklung versuchte man einerseits durch die Bundesgesetzgebung (z.B. durch das „Omnibus Crime Control and Safe Streets Act“ von 1968) Herr zu werden. Der Präsident der Vereinigten Staaten ernannte andererseits große Kommissionen, die die politischen Instanzen des Bundes, der Staaten und Gemeinden langfristig wissenschaftlich beraten sollten2). Die auf die Verhütung von Gewalt spezialisierte Kommission war die „Nationale Kommission zu den Ursachen und zur Verhütung von Gewalt (U.S. Violence Commission)“, die 1968 von Präsident Lyndon B. Johnson ernannt wurde und die mit acht Unterkommissionen zusammenarbeitete. Mehr als 200 führende Wissenschaftler trugen systematisch als Sachverständige und Berater der Kommission das Wissen der Zeit über kriminelle Gewalt zusammen. 140 Forschungsprojekte gab die Kommission in Auftrag. Ihre Untersuchungsergebnisse sind in mehr als fünfzehn Bänden veröffentlicht und in Nordamerika und weltweit verbreitet.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • Hans Joachim Schneider

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