Antibiotikafreisetzende Osteosynthesematerialien — Experimentelle Untersuchungen und klinische Ergebnisse

  • A. Härle
  • W. Ritzerfeld
  • U. Liewald
  • P. Wuisman
Conference paper

Zusammenfassung

Gilt in der Behandlung von Knoeheninfektionen die komplette Entfernung von Fremdmaterial als Voraussetzung für einen dauerhaften Therapieerfolg, so könnte man aus dem Beispiel Septopal ableiten, daß Fremdmaterialien dann in infizierten Wunden bleiben oder eingebracht werden dürfen, wenn sie per se eine ausreichende antibakterielle Wirkung entfalten. Ausgehend von derartigen Überlegungen haben wir vor 7 Jahren begonnen, für Problemfälle Osteosynthesematerialien zu entwickeln, die durch Integration des Septopal-Prinzips auch bei kontaminierten Wundverhältnissen einsetzbar sind. Aus den beim Septopal-einsatz gewonnenen Erkenntnissen, daß die Gentamicinwirkung auf maximal 1 cm begrenzt ist [1, 2, 8, 9], wurden in Osteosyntheseplatten entsprechende Aufnahmeräume für Gentamicin-PMMA-Partikel geschaffen, die ihrerseits wieder so ausgestaltet waren, daß sie trotz fester Verklemmung eine maximale freie Oberfläche zur Antibiotikafreisetzung aufweisen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • A. Härle
    • 1
  • W. Ritzerfeld
    • 2
  • U. Liewald
    • 1
  • P. Wuisman
    • 1
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