Zusammenfassung

Ich begrüße es zutiefst, daß anläßlich dieser ersten Darstellung und Diskussion der Bielefelder Initiative zur Public-health-Ausbildung auch die Probleme der chronisch Kranken im Mittelpunkt stehen, also der Menschen, die Fritz Hartmann die „bedingt Gesunden“ nennt. Da wir im Jahre 2030 nur noch eine Eindrittelgesellschaft haben werden, weil die restlichen zwei Drittel wegen Überalterung, chronischer Krankheit, Behinderung oder Unqualifizierbarkeit für die dann noch vorhandenen Arbeitsplätze überflüssig sein dürften, haben wir die heutigen, sich liberal-fortschrittlich verstehenden, aggressiven Sterbehilfebewegungen als schüchterne Präludien für künftige Problemlösungsmethoden zu werten. Der Fernethik, von Hans Jonas folgend, stellt man heute die Weichen dafür, ob und wie Menschen mit chronischen Krankheiten, „Unheilbare“ im Jahre 2030 leben werden. Entscheidend hierfür ist die Frage, wie verläßlich man Rehabilitation und Arbeit miteinander verknüpfen kann. Am schwierigsten ist dies bei Menschen mit chronischen psychischen Störungen. Nur von ihnen soll im folgenden die Rede sein, wobei ich aber sicher bin, daß die mit ihnen gemachten Erfahrungen sich nicht unwesentlich auf andere Gruppen von chronisch Kranken übertragen lassen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • K. Dörner

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