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Gesundheitswissenschaften und öffentliche Gesundheitsförderung als Übertragung des „Public-health-Modells“ auf die Bundesrepublik Deutschland

  • U. Laaser
  • P. Wolters
  • F.-X. Kaufmann

Zusammenfassung

Unter dem angelsächsischen Stichwort Public health werden etwa seit Ende 1986 erneut Defizite in der Bundesrepublik diskutiert, die zwar seit Jahrzehnten bekannt sind und beklagt werden, bisher jedoch weder zu engagierter Meinungsäußerung noch gar zu Konsequenzen geführt hatten. Was hat sich geändert? Entscheidend ist wohl, daß langfristige Fehlentwicklungen im deutschen Gesundheitswesen einen Punkt erreicht haben, an dem die enormen Verluste an ineffektiv eingesetzten Ressourcen und eine progrediente Dehumanisierung für jeden fühlbar werden, sei es über die Beitragssätze oder die Leistungsgestaltung der Krankenkassen, sei es über persönliche Erfahrungen etwa im Krankenhaus. Die Entscheidungsträger sind vielleicht noch stärker durch den offensichtlichen Steuerungsverlust eines Systems verschreckt, das alle Kennzeichen eines autonomen — medizinisch gesprochen: eines malignen — Wachstums aufweist. Die Verabschiedung des Gesundheitsreformgesetzes macht dies deutlich, besonders vor dem historischen Hintergrund gescheiterter Kostendämpfungsgesetze. In die gleiche Richtung weisen die zunehmende Akzeptanz der Selbsthilfebewegung und die Bemühungen um eine Aufwertung des öffentlichen Gesundheitsdienstes (Vorbereitung eines Landesgesundheitsgesetzes NRW).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • U. Laaser
  • P. Wolters
  • F.-X. Kaufmann

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