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Chirurgische thorakale Notzustände

  • W.-J. Stelter
Conference paper

Zusammenfassung

Der Brustkorb umschließt lebenswichtige Organe. Behinderung der Atemtätigkeit oder Schädigung des kardiovaskulären Systems gefährden akut das Leben. Daher ist bei der Erstversorgung von Unfallverletzten die Beherrschung von Thoraxtraumafolgen von entscheidender Bedeutung. Die lebensrettenden Maßnahmen der Erstversorgung müssen vor jeder Erweiterung der Diagnostik stehen. Bis zu 70% der Brustkorbverletzungen weisen äußerlich keine Verletzungszeichen auf, bis zu 50% sind mit einem Schädelhirntrauma kombiniert. Bei den Unfallarten mit Thoraxverletzungen machen die Verkehrsunfälle fast die Hälfte aus. Man kann unterscheiden zwischen einer direkten oder indirekten Gewalt, und schließlich spielen auch die Elastizität des Thorax und der Zustand der intrathorakalen Organe eine wichtige Rolle. Bei den Thoraxtraumen hat sich eine Einteilung in stumpfe oder penetrierende oder perforierende Verletzungen eingebürgert. In der Praxis bewährt hat sich aber ein Einteilungsschema, das nach anatomischen Gebieten und Organbereichen unterscheidet:
  1. 1)

    Verletzung des thorakalen Muskel- und Skelettsystems,

     
  2. 2)

    Verletzungen der Atmungsorgane,

     
  3. 3)

    Verletzungen der Mediastinalorgane.

     
Aus allen Verletzungen können sich sog. traumatische „thorakale Notzusände“ ergeben, die ein besonders rasches Handeln erfordern.

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© Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York 1989

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  • W.-J. Stelter

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