Sport und Verhaltenstherapie in der Psychosomatik: Möglichkeiten der Sporttherapie in der psychosomatischen Rehabilitation

  • Margit Ehrhardt

Zusammenfassung

Dem Sport als einem Erlebnis- und Handlungsfeld kommt nicht nur für den Normalbürger, der sich in seiner Freizeit sportlich betätigt, eine wichtige gesundheitsfördemde und gesellige Funktion zu, ihm können darüber hinaus therapeutische Eigenschaften zugeschrieben werden. So ist Therapie mittels Bewegung, z. B. durch die Krankengymnastik, seit langem ein wichtiger Bestandteil medizinischer Behandlung. Mittlerweile haben Bewegungs- und Sportangebote ihren festen Platz in allen Rehabilitationseinrichtungen. Man hofft, durch ein gezieltes sportliches Training den in unserer Zeit so häufig gewordenen Zivilisationskrankheiten bzw. den Schäden von Bewegungsmangel entgegenwirken zu können. Über die rein körperlichen Auswirkungen sportlichen Trainings hinaus liegen die therapeutischen Potentiale des Sports jedoch ebenso auf der psychischen und sozialen Ebene der Einflußnahme. Bekannt geworden sind hier beispielsweise pädagogische Beeinflussungsmöglichkeiten sportlicher Programme, z. B. die psychomotorische Übungsbehandlung (Kiphard 1979) bei Kindern mit motorischen und psychologischen Auffalligkeiten.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • Margit Ehrhardt

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