Abwägende Indikationsstellung zur intertrochanteren Osteotomie bei der Dysplasiehüfte und beim M. Perthes

Conference paper

Zusammenfassung

Die intrertrochantere Osteotomie (i. O.) im Wachstumsalter muß sich, wie jede therapeutische Maßnahme, dem Nutzen-Risiko-Verhältnis stellen. Bei den Risiken gilt es, zwischen den allgemeinen und spezifischen Operationsrisiken zu unterscheiden. Während die allgemeinen Risiken (z. B. Narkosezwischenfall, Infekt, Thrombembolie) gerade im Wachstumsalter glücklicherweise sehr selten sind, dürfen die spezifischen Operationsrisiken nicht unterschätzt werden. Zu erwähnen sind die zwar meist vermeidbaren, aber doch immer wieder auftretenden operationstechnischen Fehler. Hierzu gehören z. B. die Verletzung der Trochanterepiphysenfuge mit nachfolgenden Wachstumsstörungen sowie die ungenügende Osteosynthesetechnik, die zu unerwünschten sekundären Fehlstellungen, aber auch Pseudarthrosen führen kann. Die Hüftkopfnekrose als Komplikation nach einer i. O. beträgt in der Sammelstatistik des Arbeitskreises für Hüftdysplasie fast 11% [7]. Schließlich kann es bei den Operierten zu einer Revalgisierung des Schenkelhalses kommen mit pathologischen CCD-Winkeln bei Wachstumsabschluß [1, 4]. Der Nutzen der i. O. besteht v. a. darin, die Biomechanik zu verbessern, wodurch arthrosefördernde Faktoren verhindert werden können.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Anders G, Thelen EE, Schmitt O (1985) Die Entwicklung des CCD-Winkels nach Detorsions-Valgisationsosteotomie in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren. In: Tönnis D (Hrsg) Die operative Behandlung der Hüftdysplasie. Enke, Stuttgart (Bücherei des Orthopäden, Bd 44, S 180)Google Scholar
  2. 2.
    Catterall A (1981) Legg-Calvé-Perthes Syndrom. Clin Orthop 158:41PubMedGoogle Scholar
  3. 3.
    Immenkamp M, Zsernaviczky J (1985) Die Schenkelhalsentwicklung nach Pfannendachoperation ohne Detorsions-Varisationsosteotomie. In: Tönnis D (Hrsg) Die operative Behandlung der Hüftdysplasie. Enke, Stuttgart (Bücherei des Orthopäden, Bd 44, S 248)Google Scholar
  4. 4.
    Jani L (1973) Die intertrochantere Derotations-Varisationsosteotomie bei der kongenitalen Hüftluxation. Jahreskongreß der Schweiz Ges. Orthop., FribourgGoogle Scholar
  5. 5.
    Jani L, Dick W (1980) Results of three different therapeutic groups in Perthes disease. Clin Orthop 150:88PubMedGoogle Scholar
  6. 6.
    Jani L, Schwarzenbach U, Afifi K, Scholder P, Gisler P (1979) Spontan verlauf der idiopathischen Coxa antetorta. Orthopäde 8:5PubMedGoogle Scholar
  7. 7.
    Kooijman MAP, Anders G (1985) Komplikationen bei und nach Detorsions-Varisationsosteotomien und Beckenosteotomien. In: Tönnis D (Hrsg) Die operative Behandlung der Hüftdysplasie. Enke, Stuttgart (Bücherei des Orthopäden, Bd 44, S 278Google Scholar
  8. 8.
    Salter RB, Thompson GH (1984) Legg-Calvé-Perthes disease. J Bone Joint Surg [Am] 66:479Google Scholar
  9. 9.
    Thompson GH, Salter RB (1987) Legg-Calvé-Perthes disease. Current concepts and controversies. Orthop Clin North Am 18:617PubMedGoogle Scholar
  10. 10.
    Tönnis D (1985) Die operative Behandlung der Hüftdysplasie. Enke, Stuttgart (Bücherei des Orthopäden, Bd 44)Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • L. Jani
    • 1
  1. 1.Orthopädische Klinik (Direktor: Prof. Dr. L. Jani)Mannheim 1Deutschland

Personalised recommendations