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Die Chlamydia trachomatis bei Schwangeren und Neugeborenen

  • D. Kalogirou
  • E. Kouskouni
  • G. Davri
  • P. A. Zourlas
Conference paper

Zusammenfassung

Während der Schwangerschaft können Endozervikalinfektionen durch Chlamydien (C. trachomatis) eine Frühgeburt und sogar nach der Geburt zu Infektionen des kleinen Beckens führen. Bei infizierten Müttern kann bei den Neugeborenen eine Konjunktivitis, Otitis media, Laryngitis oder eine Pneumonie als Folge der Chlamydieninfektion auftreten. In einer prospektiven Studie wurde die Häufigkeit mit Chlamydien bei Schwangeren und Neugeborenen bestimmt und eine mögliche Beeinflussung der Schwangerschaft untersucht. Zwischen September 1983 und März 1987 wurden bei 420 unausgewählten unauffälligen Schwangeren Zervikal- und Urethralabstriche entnommen. Der Nachweis von C. trachomatis erfolgte mittels der direkten Immunfluorescenzmethode. Das durchschnittliche Alter der Frauen betrug 26,3 Jahre, die Anzahl der Graviditäten im Durchschnitt 2,3. Bei der Abstrichentnahme war die durchschnittliche Gestationsdauer 24,5 Wochen. Bei 24 Frauen konnte eine Infektion durch Chlamydien nachgewiesen werden. Dies entspricht einer Häufigkeit von 5,8%. Zum Vergleich: In der internationalen Literatur wird über eine Häufigkeit zwischen 2 und 18% berichtet. Untersuchungen in dem griechischem Raum ergaben Raten von 4 bis 14%. Bei 380 Frauen konnte der Schwangerschaftsverlauf bis zur Entbindung beobachtet werden. Bei allen Chlamydienpositiven Frauen wurde eine Therapie mit Erythromycin 2 g täglich während 3 Wochen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern verordnet. 4–6 Wochen nach der Therapie wurden die Frauen und die Männer nachkontrolliert auf C. Trachomatis, und alle waren negativ.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • D. Kalogirou
    • 1
  • E. Kouskouni
    • 1
  • G. Davri
    • 1
  • P. A. Zourlas
    • 1
  1. 1.II. Universitäts-FrauenklinikAthenGreece

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