Fetale Anämie: Diagnostik und Therapie durch Punktion der Nabelschnur

  • K.-P. Gloning
  • T. Schramm
  • E. Brusis
Conference paper

Zusammenfassung

Durch die ultraschallgeführte Punktion der Nabelschnur, die wir an der 1. Universitäts-Frauenklinik seit 1984 vornehmen, wurde die Entnahme fetalen Blutes zur Diagnostik einfacher und sicherer. Durch den direkten Zugang zum fetalen Kreislauf wurden neue Möglichkeiten der Therapie des Feten, vor allen bei fetaler Anämie, eröffnet. Wir haben die Technik der Punktion von Daffos, Paris, übernommen. Der Darstellung unserer eigenen Ergebnisse bei diagnostischen Nabelvenenpunktionen haben wir den von ihm 1985 angegebenen Normalbereich für die Hb-Werte zugrunde gelegt. Die wesentlichen Indikationen zur Untersuchung fetalen Blutes waren zunächst die Karyotypisierung. In der Einzelbetrachtung ergab sich, daß die Hb-Konzentrationen bei obstruktiven Uropathien eher im niedrigen Bereich liegen, bei Eventeration überwiegend hohe Hb- Konzentrationen gefunden werden. Bei Hydrocephalus fanden wir eine Normalverteilung, bei weiteren, nicht näher aufgegliederten Mißbildungen finden wir überwiegend normale Werte. Insgesamt scheint der Mittelwert etwas niedriger zu sein, als der von Daffos angegebene.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • K.-P. Gloning
    • 1
  • T. Schramm
    • 1
  • E. Brusis
    • 1
  1. 1.FrauenklinikUniversität MünchenDeutschland

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