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Die Auswirkungen einer Bolusgabe von MgSO4 auf das fetale Herz-Kreislauf-System (dopsonographische Untersuchungen)

  • W.-D. Hiltmann
  • A. Wischnik
  • A. Hettenbach
  • F. Melchert
Conference paper

Zusammenfassung

Zur Therapie der schweren Präeklampsie sowie als Zusatzmedikation zur Tokolyse im Sinne eines physiologischen Ca+ +-Antagonisten wird von vielen Autoren eine Bolusgabe von 2–4gr MgSO4 mit anschließender Erhaltungsdosis von 2–4 gr/Stunde empfohlen. Sinn dieser Zusatzmedikation ist die antagonistische Wirkung des Magnesiums auf die kompetitive Bindung des Ca+ +-Ions an intrazelluläre Strukturen und die Verstärkung der membranständigen cyclo-AMP, wie im Tierexperiment und am isolierten Muskelstreifen nachgewiesen werden konnte. Da Magnesium placentagängig ist steht die Frage im Raum ob Magnesium eine Depression des fetalen kardiovasculären Systems verursachen kann, wie dies für die Betablocker von unserer Arbeitsgruppe gezeigt werden konnte. Ziel unserer Untersuchungen war daher während eines MgSO4 Bolus das Strömungsprofil in der Aorta descendens des Feten zu beobachten. Wir haben an 53 Patientinnen, die wegen Präeklampsie oder vorzeitiger Wehentätigkeit hospitalisiert wurden, die fetalen Stromkurven in der Aorta descendens mit dem gepulsten Doppler von Kretz untersucht. Dazu wurden die Stromkurven gespeichert und computergestützt ausgewertet. Es wurden nur die Patientinnen in die Studie aufgenommen, bei denen während der Bolusgabe und bis zu 2 Minuten danach kein Signalqualitätsverlust auftrat und die Einstellung des Dipplers nicht geändert werden mußte. Bedingt durch den bekannten Wärmeflush und fetale Bewegungen konnten wir nur bei 15 Patientinnen die Stromkurven über den genannten Zeitraum ableiten.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • W.-D. Hiltmann
    • 1
  • A. Wischnik
    • 1
  • A. Hettenbach
    • 1
  • F. Melchert
    • 1
  1. 1.Universitäts-Frauenklinik MannheimDeutschland

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