Metastasierungswege des Ovarialkarzinoms

  • R. Winter
  • H. Pickel
  • M. Lahousen
Conference paper

Zusammenfassung

Die schlechte Prognose des Ovarialkarzinoms hängt unmittelbar mit der raschen Propagation der Krankheit zusammen. Der intraperitoneale Ausbreitungsmodus soll auf der Abschilferung von Karzinomzellen des Primärtumors beruhen, die. mit der Peritonealflüssigkeit, teils passiv, teils aktiv durch Atembewegungen im Bauchraum verteilt werden. Die Tumorzellen implantieren sich an der Serosaoberfläche und bilden so Sekundärgeschwülste. Ein weiterer Modus der Karzinomausbreitung durch multifokale Entstehung im Peritoneum des kleinen Bekkens wird diskutiert. Die retroperitoneale Metastasierung des Ovarialkarzinoms ist lange Zeit unberücksichtigt geblieben. Die gültige Lehrmeinung besagt, daß Metastasen entlang des Ligamentum infundibulopelvicum primär die Vena cava und den linken Nierenstiel erreichen. Ein weiterer Abflußweg besteht jedoch zwischen dem Ovar und der Beckenwand, der durch das Ligamentum latum zu den interiliakalen Knoten führt.

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • R. Winter
    • 1
  • H. Pickel
    • 1
  • M. Lahousen
    • 1
  1. 1.Geburtshilfliche-gynäkologische Universitäts-KlinikGrazAustria

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