Advertisement

Magnesiumsubstitution und Fetalentwicklung

  • L. Spätling
  • K. Quakernack
Conference paper

Zusammenfassung

Ein Hauptthema dieses Kongresses ist die Fetalentwicklung. Unsere jüngst publizierte Doppelblindstudie [1] veranlaßt uns zu einem Diskussionsbeitrag zu diesem Thema. 568 Frauen erhielten während der Schwangerschaft Magnesiumaspartathydrochlorid (Magnesiocard, Verla Pharm, Tutzing) oder ein Plazebo. In dem Kollektiv mit regelmäßiger Einnahme mußten in der Magnesiumgruppe nur 26 (12%) Mütter gegenüber 48 (22%) hospitalisiert werden. Unter den Indikationen waren Blutungen, vorzeitige Wehen und Zervixverschlußinsuffizienz in der Plazebogruppe signifikant häufiger. Es wurden nach Magnesiumsubstitution 6 (2,8%) Kinder gegenüber 18 (8,2%) unter 2500 g geboren. Unter 1500 g wurde kein Kind in der Magnesiumgruppe und 6 (2,7%) in der Plazebogruppe gezählt. Nach magnesiumsubstituierter Schwangerschaft waren die Kinder schwerer, länger und hatten einen größeren Kopfumfang. Sie mußten seltener auf die neonatale Intensivstation verlegt werden (7,2% gegenüber 12,4%). Auch die fetale Adaptation war signifikant verbessert. Die einzigen zwei Kinder mit schwerer Mangelentwicklung waren in der Plazebogruppe zu finden. Insgesamt konnte aber keine signifikante Reduktion fetaler Mangelentwicklung nachgewiesen werden.

Literatur

  1. 1.
    Spätling L, Spätling G (1988) Magnesium supplementation in pregnancy. A double-blind study. Brit J Obstet Gynaecol 95: 120–125CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • L. Spätling
    • 1
  • K. Quakernack
    • 1
  1. 1.Universitäts-Frauenklinik Bochum/HerneDeutschland

Personalised recommendations