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Das Vulvakarzinom, operative Behandlung und klinische Ergebnisse

  • G. Bartzke
  • M. Henne
  • T. Beck
  • R. Kreienberg
Conference paper

Zusammenfassung

Wir berichten über unsere Ergebnisse in der Therapie des Vulvakarzinoms an der Universitäts-Frauenklinik Mainz aus den Jahren 1966–1985. Insgesamt wurden 129 Patientinnen mit einem invasiven Vulvakarzinom zur Primärbehandlung stationär aufgenommen. Das Durchschnittsalter der Patientinnen betrug 66,2 Jahre, 95% der Patientinnen waren postmenopausal. Zum Zeitpunkt der Klinikaufnahme wiesen 32,1% einen Diabetes mellitus, 64,3% eine deutliche Adipositas und 42% einen therapiebedürftigen Hypertonus auf. 60,7% aller Patientinnen mit Vulvakarzinom zeigten sonstige Nebenerkrankungen. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung hatten 63% unserer Patientinnen lokale Symptome. Bei Aufnahme gaben 66% Schmerzen, 63% Pruritus und 19% einen störenden Fluor an. Wir fanden die malignen Veränderungen bei der Inspektion in 34% an den großen Labien, in 36% an den kleinen Labien, in 42% im Klitorisbereich und in 22% an der hinteren Kommissur lokalisiert. Die Stadieneinteilung erfolgte postoperativ entsprechend des histologischen Befundes. Wir fanden in 22% ein Tumorstadium T1, in 67% ein Stadium T2, in 9% ein Stadium T3 und in 2% ein Stadium T4. Bei der Beurteilung des Lymphknotenbefalls fand sich postoperativ histologisch in 58% kein Lymphknotenbefall (= N0), in 21% ein Stadium N1, in 9% ein Stadium N2, in 6% ein Stadium N3, 6% der Fälle konnten nicht sicher beurteilt werden. Wir fanden bei T1-Tumoren in 14%, bei T2-Tumoren in 26% und bei T3-Tumoren in 92% der Fälle histologisch die Lymphknoten befallen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • G. Bartzke
    • 1
  • M. Henne
    • 1
  • T. Beck
    • 1
  • R. Kreienberg
    • 1
  1. 1.Universitäts-FrauenklinikMainzDeutschland

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