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Fetale Arrhythmien

  • Th. Somville
  • J. Morgenstern
  • U. Naumann
Conference paper

Zusammenfassung

In der Zeit von Oktober 1984 bis August 1988 wurden 140 Patientinnen mit fetaler Arrhythmie untersucht. Von 102 Patientinnen liegen die Untersuchungsergebnisse und perinatologischen Daten vor. Bei 24 Patientinnen handelte es sich um eine supraventrikuläre Tachykardie (SVT), bei 70 um eine Extrasystolie (ES), und bei 8 um eine kontinuierliche Bradykardie. Bei allen Patientinnen wurde die fetale Herzaktivität ultrasonografisch and mittels Abdominal-EKG oszilloscopisch sichtbar gemacht und auf Magnetband aufgenommen. Desweiteren wurden zum Ausschluß von Herzmißbildungen oder Herzinsuffizienzzeichen eine B-Bildund eine Time-Motion-Darstellung des fetalen Herzens durchgeführt. Die SVT — definiert als eine Frequenz über 200 bpm, ausgehend von einem Reizzentrum oberhalb des Ventrikels — wurde bei 19 Patientinnen festgestellt. Als Borderline betrachten wir 5 Fälle, die z. B. schlagartig eine Herzfrequenz zwischen 180–200 erreichten oder die postpartal von einer nicht behandelten Basisfrequenz um 190 in eine behandlungsbedürftige SVT überwechselten. Von den 19 Patientinnen mit einer Frequenz über 200 bpm wurden 15 intrauterin über die Mutter behandelt. Bei 12 konnte eine Remission erreicht werden. Nur in 2 Fällen lag bei Beginn der Behandlung ein Hydrops vor. Ein Kind ist intrauterin nach der Remission (30.–32. SSW) and eines postpartal (35. SSW) verstorben. Bei 2 Kindern lag eine Herzmißbildung vor, die bei einem Kind postpartal zu Herzinsuffizienz and Kindestod führte. Die CTG-Registrierung zeigt in den meisten Fällen eine silente (oft verjitterte) Kurve in Höhe der Hälfte der wahren Frequenz. Bei Nicht-Registrierung muß an ein Vorhofflimmern and bei wechselnden Frequenzen im Normbereich an ein Vorhofflattern mit wechselnder Überleitung gedacht werden.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • Th. Somville
    • 1
  • J. Morgenstern
    • 1
  • U. Naumann
    • 1
  1. 1.Universitätsfrauenklinik, Biomedizinische Technik DüsseldorfDeutschland

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