Intra- und postoperativer Verlauf von vaginalen Hysterektomien nach gynäkologischen Laparotomien

  • W. Zieger
  • H. Hettenbach
  • A. Wischnik
  • F. Melchert
Conference paper

Zusammenfassung

Inwieweit durch vorausgegangene geburtshilfliche oder gynäkologische Operationen der intra- und postoperative Verlauf der später durchgeführten vaginalen Hysterektomie beeinflußt wird, wurde anhand einer retrospektiv angelegten Auswertung aus einem Krankengut von 3500 vaginal hysterektomierten Patientinnen der Frauenklinik Mannheim aufgezeigt. Von 446 Frauen, die vor einer vaginalen Hysterektomie gynäkologisch oder geburtshilflich laparotomiert worden waren, gingen 380 Patientinnen in die Auswertung mit ein. Zum Vergleich wurde aus dem selben Krankengut ein zufällig ausgesuchtes Kollektiv von 200 nicht voroperierten Frauen gegenübergestellt. Die vorausgegangenen Operationen wurden in 5 Gruppen unterteilt: Operationen am Uterus, an den Uterusbändern, sowie Sectiones, Adnexoperationen und laparoskopische Sterilisationes. Die Durchführung der vaginalen Eingriffe erfolgte nach der in der Operationslehre von Käser, Ikle und Hirsch beschriebenen standardisierten Technik. Neben anamnestischen und biometrischen Daten wurden OP-Dauer sowie intra- und postoperative Komplikationen dokumentiert. Blutungen, die eine über die übliche Technik hinausgehende Ligatur notwendig machten, wurden beim voroperierten Kollektiv mit 30% und beim nicht voroperierten Kollektiv mit 25% fast gleich häufig gesehen. Während in 35% der voroperierten Fälle Schwierigkeiten beim Eröffnen des vorderen Peritoneums beschrieben wurden, betrug bei der Kontrollgruppe der Prozentsatz nur 28%.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • W. Zieger
    • 1
  • H. Hettenbach
    • 1
  • A. Wischnik
    • 1
  • F. Melchert
    • 1
  1. 1.Frauenklinik, Klinikum MannheimDeutschland

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