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Die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Hebammen

  • J. W. Dudenhausen
Conference paper

Zusammenfassung

Wie bei früheren Gelegenheiten möchte ich ausdrücklich festhalten, daß ich in der gemeinsamen Arbeit von Hebammen und Ärzten das Optimum der Betreuung für Mutter und Kind sehe [1]. Es ist für mich selbstverständlich, daß das geburtshilfliche Team aus Hebamme und Geburtshelfer, evtl. auch Neonatologen und Anästhesisten in der Gebärabteilung zusammenarbeiten müssen. Diese Vorstellung entspricht nicht unbedingt der Gesetzeslage, die trotz eines neuen Hebammengesetzes nicht als fortschrittlich bezeichnet werden kann. Die Zeit der reinen Hebammengeburtshilfe ist vorbei; zeitgemäß ist die Hebamme-Arzt-Geburtshilfe. In diese Rolle müssen beide Berufsstände, Hebamme und Geburtshelfer, sich einleben. Bei dieser Diskussion muß ich aufrufen, in der Diskussion über die Zusammenarbeit von Hebammen und Ärzten das übergeordnete, das Ziel der gemeinsamen Arbeit nicht unbemerkt aus den Augen zu lassen: Nämlich das Wohl von Mutter und Kind. Nicht die Ärzte, nicht die Hebammen, nicht die Technik sind Feinde der Gebärenden, sondern Unachtsamkeit, Gedankenlosigkeit, mangelndes Fragen nach dem Sinn der Arbeit, unreflektierte Routine, Schemadenken, Entscheidungsunlust, Absicherungsdenken. Kompetenz, Augenmaß und Erfahrung des geburtshilflichen Teams, d. h. von Hebamme und Geburtshelfer führen mit einem gezielten Einsatz moderner Technik zu einer humanen Geburtshilfe.

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • J. W. Dudenhausen
    • 1
  1. 1.Klinik und Poliklinik für GeburtshilfeUniversitätsspital ZürichSwitzerland

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