Die unterschiedliche Durchblutung von Niere und Uterus in normalen und gestotischen Schwangerschaften

  • Ch. Sohn
  • H. Fendel
Conference paper

Zusammenfassung

Die zusätzliche Blutversorgung von Uterus und Plazenta in der Schwangerschaft führt zu einer erheblichen Ausdehnung der peripheren Blutstrombahn. Der periphere Widerstand nimmt ab der 14. SSW bis zur 24. SSW kontinuierlich ab und erreicht gegen Endtermin der Schwangerschaft wieder normale Werte, wie sie außerhalb der Schwangerschaft gefunden werden. Eine Ausnahme hierbei macht wohl die Nierendurchblutung, für die eine Zunahme bis zur Geburt nachgewiesen ist. Bei Gestosen sind dagegen deutliche Anstiege des Gesamtgefäßwiderstandes schon zu früheren Schwangerschaftszeitpunkten festzustellen. Welches der beiden Organe — Niere oder Plazenta — für die Gestosesymptomatik ursächlich in Frage kommt, ist nicht geklärt. Zur Klärung der Frage hinsichtlich der renalen Durchblutungsverhältnisse in normalen Schwangerschaften und pathologisch verlaufenden Schwangerschaften mit Hypertonie und Proteinurie führten wir dopplersonographische Untersuchungen an arteriellen, renalen und uterinen Gefäßen durch. Drei Kollektive kamen zur Untersuchung: 61 schwangere Patientinnen mit unauffälligem Schwangerschafts verlauf und 21 antihypertensiv behandelte schwangere Patientinnen mit Hypertonie und Proteinurie wurden zwischen der 35. und 38. SSW an uterinen und renalen Gefäßen dopplersonographisch untersucht. An 31 nicht-schwangeren Probandinnen wurden dopplersonographisch die renalen Gefäße untersucht. Bei keiner der Patientinnen war eine Nierenerkrankung bekannt.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • Ch. Sohn
    • 1
  • H. Fendel
    • 1
  1. 1.Frauenklinik der Medizinischen Fakultät der RWTH AachenDeutschland

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