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Ethik und psychosomatische Grundversorgung

  • D. Ritschl
Conference paper
Part of the Brücken von der Psychosomatik zur Allgemeinmedizin book series (BRÜCKEN)

Zusammenfassung

Mit der Neuregelung der jetzt sog. psychosomatischen Grundversorgung dringen zwei wichtige Lebensdimensionen mit großer Intensität in die Arbeit der Allgemeinärzte ein, Dimensionen, die freilich immer schon in der Allgemeinpraxis eine Rolle spielten (Ritschi 1988), die aber jetzt das therapeutische Gespräch auf besondere Weise ins Zentrum rücken. Zusätzlich zur „Behandlung“ kann ja jetzt das „Gespräch“ mit gewissen Zeiteinheiten abgerechnet werden. Natürlich ist vom Gesichtspunkt der Psychotherapie her das Gespräch auch eine Behandlung, aber es ist interessant, daß diese beiden Größen jetzt nebeneinander erscheinen. Man muß sich nüchtern klarmachen, welche neuen Faktoren nun ins Spiel kommen. Ich meine, es sind die beiden wichtigen Dimensionen: die Familie (Ritschi u. Luban-Plozza 1987) und die Ethik (Ritschi 1988). Ich nenne sie Dimensionen, weil sie über die sozusagen punktuelle Persönlichkeit des Patienten und auch des Arztes hinausgehen; sie sind breiter als die Belange einer individuell verstandenen Persönlichkeit.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • D. Ritschl

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