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Die zivilrechtliche Haftung für Werbeangaben bei der Vertragsanbahnung als Problem der Allokationseffizienz

  • Michael Lehmann
Conference paper

Zusammenfassung

Begleiten Sie mich bitte kurz auf einen römischen Marktplatz während der klassischen Epoche der Entwicklung des römischen Rechts. Wenn damals der Käufer eines Sklaven oder Zugtieres nach Abschluß des Vertrages beim Weggehen vom Marktplatz bemerkte, daß sein Kaufobjekt z.B. hinkte, konnte er sofort aufgrund der Edikte der aediles curules als Organe einer lokalen Marktgerichtsbarkeit Wandelung (actio redhibitoria) oder Minderung (actio quanti minoris) verlangen, ohne daß es auf ein Verschulden des Verkäufers hinsichtlich dieser Leistungsstörung ankamt. Dies war für den Kauf von naturgewachsenen Gütern nach persönlicher Besichtigung auf einem Marktplatz durch einen Käufer, der dem Verkäufer in puncto Produktinformation nicht allzu sehr unterlegen war, sicherlich eine effiziente Haftungsregel, um Störungen im Äquivalenzverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung angemessen zivilrechtlich zu sanktionieren, denn es wurde schon vom römischen Recht nicht mehr eine rigide caveat-emptor-Regel verfolgt.

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© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • Michael Lehmann

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