Hüftdysplasie und -luxation

  • Michael Zieger

Zusammenfassung

Die Häufigkeit angeborener Hüftgelenkveränderungen wie Dysplasien, Subluxationen und Luxationen liegt in Deutschland etwa zwischen 2 und 5% (Bernbeck 1951; Fries 1982; Schwetlick 1976; Tönnis 1984). Die weiße Rasse, besonders die slawische, ist bevorzugt betroffen mit deutlichen regionalen Unterschieden in Europa. Im Gegensatz dazu sind Hüftgelenkerkrankungen bei Schwarzen und Chinesen sehr selten. Mädchen sind 5- bis 8mal so oft betroffen wie Knaben, die linke Hüfte ist häufiger als die rechte erkrankt. Zur Ätiologie gibt es eine Vielzahl von Theorien, die mechanische Ursachen, hauptsächlich durch intrauterine Position der Extremitäten, sowie endogene Faktoren postulieren, wie hormonelle Auflokkerung des Kapsel- und Halteapparats des Hüftgelenks (Batory 1982; Freiberger 1986). In allen Fällen einer Dysplasie wird die Entwicklung der Hüftpfanne meist in ihren lateralen und/oder ventralen Anteilen behindert, entweder durch eine forcierte Herausdrängung des Hüftkopfs bei ungünstiger Position des Beins beim Feten, durch primäre Ossifikationshemmung im Pfannendach- und Erkerbereich oder durch instabile Einstellung des Hüftkopfs, die dann den Pfannenrand verstärkt bei schlaffem Band- und Kapselapparat belastet.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • Michael Zieger

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