Zusammenfassung

1936 berichteten Barach und Eckmann zum ersten Mal, daß unter Spontanatmung bei Anwendung von Helium-O2-Gemischen eine verbesserte Atemmechanik zu sehen war [4]. Sie legten insbesondere Wert auf den verbesserten Peak-Flow in der Exspirationsphase. Segal, ein Zeitgenosse Barachs, führte in einzelnen Fällen eine suffiziente alveoläre Ventilation bei Asthmatikern im Status asthmaticus nur darauf zurück, He-O2-Gemische angewendet zu haben [92]. Er sah dies sogar in 4 Fällen als Kausalität des Überlebens an. Ähnliches berichteten Ishikawa und Ito [47, 48]. Mit Hilfe einer verbesserten Methodik untersuchten Grimrath et al. 1978 das Verhalten dynamischer Atemgrößen und den pul-monalen Gasaustausch unter He-O2-Atmung (79%–21%) im Vergleich zu N2-O2 (Luft) [36]. Dabei bewiesen sie, daß die Atemarbeit unter He-O2 (80%–20%) wesentlich verbessert ist, das arterielle pO2 unter N2-O2 (80%–20%) im Vergleich zu He-O2 jedoch gering erhöht ist. Sie führten als Hypothese für dieses Ergebnis an, daß der alveolokapilläre Transportmechanismus für He-O2 möglicherweise erschwert sei. Härder berichtete 1972 in seiner Untersuchung über die „Tracheobronchiale Lavage“, daß bei Patienten, denen man bronchoskopisch schleimige Auflagerungen aus Trachea und Bronchien entfernte, eine Ventilation nur mit Hilfe von He-O2 möglich wäre [38]. Endobronchiale Stenosen könnten durch dieses Gas überbrückt werden [38]. Er konnte diesen Mechanismus, wie er erklärend aus der „Synopsis der Anästhesie“hinzufügte, aber nicht erklären.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • Karl-Wilhelm Fritz
    • 1
  1. 1.Institut für Anästhesiologie IMedizinische Hochschule HannoverHannover 61Germany

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