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Psychodynamischer Zugang zum Aids-Kranken. Psychosomatische und psychotherapeutische Aspekte

  • C. B. Bahnson
Part of the Psychosomatische Medizin im interdisziplinären Gespräch book series (PSYCHOSOMATISCH)

Zusammenfassung

Aids ist dadurch gekennzeichnet, daß nicht nur Zellen in verschiedenen Organgeweben vom Virus angegriffen werden, sondern daß auch die T4-Lymphozytenzellen - unsere Abwehr - selbst Ziel des viralen Angriffs sind. Verschiedenartig wie beim Krebs, wo sich das Immunsystem im günstigen Fall lebenskräftig und effektiv gegen neoplastische Zellen im Körper verteidigen kann, handelt es sich hier um eine Schwächung der Immunzellen selbst aufgrund eines direkten viralen Angriffs. Trotzdem sieht es so aus, als ob verschiedenartige immunologische Reaktionen doch das Virus entweder blockieren oder in seiner Ausbreitung verzögern können. Die psychoneuroimmunologischen Brücken stellen eine Verbindung zwischen immunologischen Abwehrkräften und von den Peptiden getragenen Signalen des Nervensystems her, so daß die psychologischen Parameter auch bei Aids eine signifikante Rolle spielen. Die hervorragende amerikanische Immunforscherin Dr. Candace Pert (1986) hat ja gezeigt, wie gewisse Peptidketten als Kommunikationsglieder zwischen Nervensystem und Immunkörper dadurch dienen können, daß sie gemeinsame Rezeptoren bei Nerven- und Immunzellen besetzen. Die neueste psychoneuroimmu-nologische Forschung hat auch eindeutig gezeigt, daß eine Reihe von Signalen nicht nur eine Zusammenarbeit zwischen den vielen verschiedenen Aspekten des Immun-systems fördert, sondern auch eine Interaktion zwischen Nervensystemzuständen und Immunsystemaktivitäten zustande bringt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • C. B. Bahnson

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