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Myasthenien

  • J. M. Schröder
  • H. C. Hopf
  • G. Wagner
  • F. Amelung

Zusammenfassung

Vorwiegend sporadisch auftretende Autoimmunkrankheit mit belastungsabhängiger Muskelschwäche. Die Schwäche kann jeden quergestreiften Muskel betreffen, insbesonders die okulo-fazio-pharyngealen Muskeln. Ptosis und Diplopie, auch Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken werden beobachtet. Schwäche der Arme und Beine und der Atmung können folgen. Zwei Formen werden unterschieden:
  1. 1.

    Okuläre Myasthenie mit Beschränkung auf die Augenmuskeln, günstiger Prognose, Neigung zu Spontanremission, geringem Ansprechen auf Pyridostigmin. 2. Generalisierte Myasthenie mit Beteiligung der gesamten quergestreiften Muskulatur, meist progredienter Symptomentwicklung. Auftreten im 1. Lebensjahrzehnt möglich, am häufigsten im

     
  2. 2.

    bis 4. Lebensjahrzehnt, dann bevorzugt bei Frauen. Assoziation mit dem genetisch fixierten Antigen HL-A B 8, häufig Thymushyperplasien. Bei Auftreten in höherem Lebensalter keine sichere Geschlechtsdifferenz; häufiges Vorkommen von Thymomen und unspezifischen Antikörpern gegen Muskelgewebe. Die Betroffenen zeigen eine große Empfindlichkeit gegenüber Curare.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • J. M. Schröder
    • 1
  • H. C. Hopf
    • 2
  • G. Wagner
    • 3
  • F. Amelung
    • 4
  1. 1.Institut für Neuropathologie der Medizinischen Fakultät an der Rheinisch-WestfälischenTechnischen HochschuleAachenGermany
  2. 2.Klinik und Poliklinik für NeurologieKlinikum der Johannes-Gutenberg-UniversitätMainzGermany
  3. 3.Institut für Epidemiologie und BiometrieDeutsches KrebsforschungszentrumHeidelbergGermany
  4. 4.Inst. für Experimentelle Pathologie Abteilung Zentrale Histodiagnostik und DokumentationDeutsches KrebsforschungszentrumHeidelbergGermany

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