Pathologisch-anatomische Befunde bei peripartalem Fruchttod

  • M. Orlowska
  • N. Böhm
Conference paper

Zusammenfassung

In den 11 Jahren von 1976 bis 1987 wurden in Freiburg 1782 paidopathologische Obduktionen durchgeführt. Im Jahresdurchschnitt also 165 Sektionen an totgeborenen Feten, Neugeborenen und älteren Kindern. Von der Obduktionsstatistik nicht erfaßt werden aber Fälle von intrauterinem Fruchttod, der vor der 18.–20. SSW zustande kommt. Diese werden als Routinehistologie befundet. Die zu diesen Aborten gehörenden Embryonen und Feten sind meistens stark autolytisch verändert. Systematische zytogenetische Untersuchungen an Abortmaterialien haben ergeben, daß bei Fehlgeburten bis zur 20. SSW in ca. 60% der Fälle Chromosomenaberrationen nachweisbar sind. Es handelt sich dabei um Trisomien (50%), XO-Zustände (20%) und Triploidien (17%). Nur ein geringer Anteil der von einer Chromosomenaberration betroffenen Feten wird lebend geboren: bei XO-Zustand 1,7%, bei Trisomie 13 1,7%, bei Trisomie 18 5,3% und bei Trisomie 21 27%. Eine andere, häufig von uns beobachtete Abortursache stellt die extrauterine Schwangerschaft dar, am häufigsten eine Tubargravidität.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • M. Orlowska
    • 1
  • N. Böhm
    • 1
  1. 1.FreiburgGermany

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