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Die Krankengeschichte meines Mannes Röbi

  • K. Jehle
Conference paper

Zusammenfassung

Von einem Tag auf den anderen waren wir vor die Tatsache gestellt worden, daß mein Mann todkrank sei. Der Befund lautete: Hodenkrebs in fortgeschrittenem Stadium, mit Metastasen in den Nieren, der Bauchhöhle, beiden Lungenflügeln und dem Gehirn. Durch die Sehstörungen, die mein Mann bekommen hatte, wurden wir überhaupt auf die schwere Krankheit aufmerksam. Sonst wurde er durch keine anderen Beschwerden geplagt. So konnte sich die Krankheit ungeachtet entwickeln, bis zu dieser lebensgefährlichen Lage. Wir mußten uns zuerst einmal mit der Krankheit auseinandersetzen. Wir hatten auch die Vorstellung: Krebs gleich Tod. Wir mußten uns in Kürze über Strahlentherapie und Chemotherapie informieren und uns dafür entscheiden. Viel Zeit blieb uns nicht — wir hatten genau einen Tag Zeit. Nebst den vielen Untersuchungen mußten wir miteinander die Broschüren durchlesen, darüber diskutieren und verstehen lernen, daß wir die Betroffenen waren. Wir wurden von allem völlig überrollt und hofften auf die Unterstützung von Sciten der Ärzte und Schwestern. Wir fühlten uns sofort in guten Händen. Wir spürten die große Vertrauensbasis, die sofort hergestellt wurde. Man erklärte uns die gefährliche Situation, in der sich mein Mann befand. Wir sahen ein, daß man sofort etwas unternehmen mußte. Das bedeutete für uns: Operation, Chemound Strahlentherapie. Wir waren mit diesem Radikaleingriff einverstanden, denn es war die einzige Chance, die mein Mann noch hatte. Am nächsten Morgen sollte alles gestartet werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • K. Jehle
    • 1
  1. 1.RorschachSwitzerland

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