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Einstellung des Krankenpflegepersonals zur Schulund Alternativmedizin bei der Betreuung Krebskranker

  • A. Glaus
Conference paper

Zusammenfassung

In der Literatur läßt sich über die Einstellung des Pflegepersonals gegenüber Schul- und Alternativmedizin in der Behandlung Krebskranker wenig bis nichts finden. Man nimmt allgemein an, daß diese Berufsgruppe einen Hang zu „alternativen Methoden” hat und daß dies zu einer gefährlichen Polarisierung innerhalb der Schulmedizin führen könnte. Alternative Maßnahmen in der Krankenpflege sind in den letzten Jahren sehr oft beschrieben worden und haben in der Praxis z.T. auch Eingang gefunden. Diese Form der Pflege hat jedoch in den meisten Fällen eher additiven und supportiven Charakter und verlangt auch nach neueren Modellen der Berufsausübung. Supportiv und kreativ zu pflegen ist eine Gratwanderung bei der die Zu- bzw. Abneigung zur Alternativ- oder Schulmedizin zum Ausdruck kommen kann. Alternatives Pflegen ist in der heutigen Zeit als besonders wichtig erkannt worden und muß nicht gezwungenermaßen im Gegensatz stehen zur Schulmedizin, zumal die meisten Krankenschwestern und -pfleger in diesem System zu arbeiten gewohnt sind. Zu erwähnen ist ebenfalls, daß auch das Pflegen im alternativmedizinischen Bereich, genauso wie in der Schulmedizin, jeglichen Charakter von Ganzheitlichkeit und Kreativität verlieren kann — dann nämlich, wenn eine Methode oder Ideologie so ins Zentrum rückt, daß der Mensch zum Anwendungsobjekt wird.

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Literatur

  1. 1.
    Glaus A (1988) The position of nursing between school-and alternative medicine. Cancer Nurs 11 (4):250–253PubMedCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • A. Glaus
    • 1
  1. 1.Medizinische Klinik CKantonsspitalSt. GallenSwitzerland

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