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Submuköse Fibrinklebungstherapie bei chronischen therapieresistenten Ulzera des oberen Gastrointestinaltraktes

  • L. Beccu
  • H. J. Knieriem
  • O. Friedrichs
Conference paper

Zusammenfassung

Chronische Ulzera stellen wegen ihrer klinischen Symptomatik sowie Blutungsneigung und -häufigkeit eine ernstzunehmende Erkrankung dar. Auch ist zu jeder Zeit die Gefahr gegeben, daß aufgrund von Gefäßarrosionen eine plötzliche „aktive“ Blutung mit hohem Letalitätsrisiko entsteht. Über die relativ neue Möglichkeit der Therapie dieser aktiven Blutungen mit Hilfe submuköser Fibrinkleberinjektionen wurde schon an anderer Stelle berichtet (siehe Beitrag Friedrichs et al.). Die überaus günstigen Ergebnisse der submukösen Fibrinklebung bei Ulkusblutungen haben zur Erprobung und Anwendung dieses Therapieprinzips auch bei konservativ therapieresistenten chronischen Ulzera geführt — die übliche konservative Therapie kann dabei durchaus parallel oder zusätzlich weitergeführt werden. Diese erweiterte Anwendungsmöglichkeit bietet sich insbesondere an, wenn Kontraindikationen gegen eine Operation vorliegen oder wenn sichergestellt werden soll, daß eine ohnehin geplante Operation in einem sicher blutungsfreien Intervall stattfinden kann. Die submuköse Fibrinklebung kann Ergänzung, ggf. auch Alternative zu bisherigen Methoden sein. Sie vollzieht den Endvorgang der physiologischen Gerinnung (d.h. Bildung eines mechanisch belastbaren Fibrinnetzes beim Zusammentreffen von Fibrinogen und Thrombin). Es handelt sich somit gewissermaßen um einen physiologischen „Zweikomponentenkleber“, dessen entscheidende Bestandteile erst im Gewebe zusammengebracht werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • L. Beccu
  • H. J. Knieriem
  • O. Friedrichs

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