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Ergebnisse des respiratorischen Feedback als eine schnell wirksame Entspannungstherapie in der Geburtshilfe und Gynäkologie

  • H.-C. Leuner
Conference paper

Zusammenfassung

Wenn man sich als Psychotherapeut und Psychoanalytiker nachhaltig mit einem pragmatischen Verfahren der Entspannungstherapie befaßt, muß das einen besonderen Grund haben. — Ende der 60er Jahre lernte ich in den USA die Biofeedbackverfahren kennen. Sein Vorteil als Entspannungstherapie war evident. Von der ersten Übung an kann der Patient dank der elektronischen Rückmeldung die periphere autonome Innervation und ihrer Veränderungen, z.B. des Muskeltonus (als Parallele zur Schwereübung des autogenen Trainings) erkennen. Sensoren nehmen die unterschwelligen Potentiale auf, die nun verstärkt, durch z.B. ein Licht- und/oder ein Tonsignal deutlich wahrgenommen werden. Das zeitraubende Bemühen, die Selbstwahrnehmung etwa wie das Schwereerleben im autogenen Training einzuüben, entfällt. Der Patient wird durch den schnellen ersten Erfolg belohnt und vermehrt motiviert. Die hauptsächlichen Biofeedbackmethoden: Muskel-, Herzfrequenz-, Blutdruck-, Hauttemperaturbiofeedback usw. greifen allein peripher an. Nirgends konnte ich die für das autogene Training charakteristische „zentrale Umschaltung“ nach Schultz erkennen, also jenen evidenten Vorgang einer ausgeprägten Bewußtseinsveränderung mit Rückwirkung auf die autonome Peripherie.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • H.-C. Leuner

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