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Liaisonpsychiatrie auf einer Abteilung für Onkologie

  • F. Meerwein

Zusammenfassung

Kooperation von somatischer und psychosomatischer Medizin bzw. medizinischer Psychologie wird im gesamten Bereich der Onkologie eine stets wachsende Bedeutung beigemessen. Das war nicht immer so und ist heute eine Folge der besonders „malignen“ Verstrickung, in welche der Krebspatient und seine Helfer unter dem Einfluß der immer komplizierter und aufwendiger werdenden Behandlungen mit „Stahl, Strahl und Gift“ zueinander geraten können. Man weiß ja ganz allgemein, daß seelisches Wohlbefinden in der Regel an die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung triadischer Situationen — d. h. Dreiersituationen — gebunden ist und daß diadische Situationen-d. h. Zweiersituationen-, wo und wie auch immer sie auftreten, den Keim zu quälenden malignen Regressionen in sich tragen können. Gerade der ehronische Krebspatient ist aber in besonderer Gefahr, in eine ungünstige Arzt-Patienten-Diade zu regredieren und, wenn deren Wesen nicht erkannt und besprochen werden kann, darin fixiert zu bleiben.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • F. Meerwein

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