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Die elektromagnetische Artikulographie

  • Paul-Walter Schönle
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Zusammenfassung

Bei der elektromagnetischen Artikulographie wird ein induktives Meßprinzip angewandt, das darauf beruht, daß die magnetische Feldstärke mit dem Abstand von der Erregerspule kubisch abnimmt, da diese ein Dipol darstellt ( Abb. 3.1). Bringt man eine Empfängerspule an einen Meßpunkt in einem inhomogenen Magnetfeld, so wird in dieser Spule eine Spannung induziert, die bei achsenparalleler Anordnung der beiden Spulen genau umgekehrt proportional zur dritten Wurzel der Entfernung zwischen den beiden Spulen ist. Aus der Spannung, die in der Empfängerspule induziert wird, kann der Radius des Kreises, auf dem die Empfängerspule liegt, bestimmt werden ( Abb. 3.2 A). Mit zwei Senderspulen auf verschiedenen Frequenzen können prinzipiell die Koordinaten des Meßpunktes als Schnittpunkt der beiden Kreise mit dem Radius r1 und r2 bestimmt werden ( Abb. 3.4 A). Dazu ist jedoch die geometrische Anordnung der Spulen in einer Ebene mit ihren Achsen senkrecht zu dieser Ebene notwendig.

Abb. 3.1.

A) Kubische Abnahme der magnetischen Feldstärke mit dem Abstand von der Senderspule; B) Erregung eines Wechselmagnetfeldes in der Senderspule, Induktion einer Wechselspannung in der Empfängerspule

Abb. 3.2.

A) Achsenparallele Anordnung der Sender- und der Empfängerspule; B) eine Achsenverdrehung führt zur Abnahme der induzierten Spannung und täuscht einen größeren Abstand vor

Abb. 3.4.

A) Verwendung zweier achsenparallel angeordneter Senderspulen erlaubt die Berechnung des Ortes der Empfängerspule, unter der Voraussetzung, daß diese ebenfalls achsenparallel angeordnet ist; B) bei Verdrehung der Empfängerspule Abnahme der in induzierten Spannung um einen gemeinsamen Faktor, der dem Cosinus (phi) des Verdrehungswinkels entspricht

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • Paul-Walter Schönle
    • 1
  1. 1.Zentrum Neurologische Medizin, Abt. Klinische NeurophysiologieGeorg-August-Universität GöttingenDeutschland

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