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Klinische Wertigkeit der traditionellen Verfahren

  • Paul-Walter Schönle
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Zusammenfassung

Bei der klinischen Untersuchung der Sprechmotorik sind an eine geeignete Methode zur Registrierung der Sprechbewegungen verschiedene Anforderungen zu stellen. Erstens sollte das jeweilige Verfahren eine ausreichende Meßgenauigkeit im Millimeterbereich aufweisen. Zweitens sollte die simultane Registrierung mehrerer Artikulatorpunkte außerhalb und innerhalb des Mundraumes und zwar im Bereich des Unterkiefers, der Ober-und Unterlippe, der Zungenspitze, des Zungengrundes und des Gaumensegels möglich sein. Drittens darf das verwendete Verfahren nicht zu einer Interferenz mit dem Sprechen führen. Viertens muß ein bei Patienten angewandtes Verfahren biologisch möglichst sicher sein. Fünftens sollte es bei Patienten genügend lange angewandt werden können, um eine für die Diagnostik ausreichend große Datenmenge erheben zu können. Für die Beurteilung des Verlaufs von Sprechstörungen und für die Kontrolle von Therapien sollte es sechstens mehrfach angewandt werden können. Im Hinblick auf eine therapeutische Anwendung, z. B. im Rahmen von Biofeedback-Übungen sollten die Bewegungsabläufe zudem in Echtzeit verarbeitet und dem Patienten dargeboten werden können.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • Paul-Walter Schönle
    • 1
  1. 1.Zentrum Neurologische Medizin, Abt. Klinische NeurophysiologieGeorg-August-Universität GöttingenDeutschland

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