Schwierigkeiten in der stationären Psychotherapie bei Borderlinepatienten

  • Mathias Lohmer
Part of the Psychotherapie und Psychosomatik book series (P+P)

Zusammenfassung

Im Rahmen einer psychoanalytisch orientierten stationären Psychotherapie besteht für Borderlinepatienten die Möglichkeit, anstelle einer einzigen therapeutischen Beziehung multiple dyadische Beziehungen mit therapeutischem Charakter einzugehen und damit zunächst die Angst, auf ein einziges rettendes, aber zugleich potentiell vereinnahmendes und verfolgendes Objekt angewiesen zu sein, zu mildem. Die stationäre Psychotherapie auf psychoanalytischer Grundlage bietet die Möglichkeit zu einer therapeutischen Entwicklungserfahrung auf verschiedenen Ebenen. Zur Beziehung zum analytischen Einzeltherapeuten, den ich in der Folge auch als Kliniktherapeut bezeichnen werde, tritt die Beziehung im Rahmen der extraverbalen Therapien (Gestaltungs-, Musik- und konzentrative Bewegungstherapie). Im Bereich des stationären Milieus kommen die Beziehungen zu den Schwestem und Pflegern, Beschäftigungstherapeuten, Sozialarbeitern sowie den Mitpatienten hinzu und eröffnen spezifische Lernmöglichkeiten. Die Einführung einer so komplexen Organisation in die Behandlung eines Patienten bietet eine Möglichkeit zum Lernen aus Erfahmng, wie es in dieser Intensität im Rahmen einer ambulanten Therapie nicht möglich ist. Gleichzeitig werden damit aber auch vielfältige neue Probleme erzeugt, die die stationäre Behandlung von Patienten mit Borderlinestörung gefährden oder gar unmöglich machen können und die in der Folge dargestellt werden sollen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • Mathias Lohmer
    • 1
  1. 1.Abteilung für Psychosomatische Medizin und PsychotherapieStädtisches Krankenhaus München-BogenhausenMünchen 81Deutschland

Personalised recommendations